Ausflüge von Borgaro Torinese – Die besten Ziele in der Umgebung

Zwischen Turin und dem Parco La Mandria gelegen, ist dieses kleine Mittelzentrum nördlich der Stadtgrenze vor allem eines: ein ruhiger Ausgangspunkt mit kurzen Wegen in alle Richtungen. Fünf Minuten bis zur Reggia di Venaria Reale, zehn Minuten bis ins Turiner Zentrum, und im Westen wartet ein Wildschutzgebiet von der Größe mancher Fürstentümer. Flachland, Residenzarchitektur und eine der größten Barockanlage Europas – das Umland zeigt mehr als erwartet.

⚡ Express-Ausflüge – unter 30 Minuten

Die Reggia di Venaria Reale, ehemalige Jagdresidenz der Savoyarden und heute UNESCO-Welterbe, liegt faktisch vor der Haustür – mit dem Auto in 5 bis 10 Minuten erreichbar. Direkt angrenzend erstreckt sich der Parco La Mandria, ein ehemaliges Königsgut mit Wildgehege, das man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Turin selbst ist per Auto in 10 bis 15 Minuten erreichbar, per Bus über die Linie GT dauert es je nach Verkehr 20 bis 30 Minuten.

🕐 Halbtags-Trips – 30 bis 90 Minuten

Collegno, 5 Kilometer südwestlich, bietet neben dem eigenen Stadtmuseum einen direkten Zugang zur Turiner U-Bahn-Linie 1, was die Weiterfahrt ins Zentrum erleichtert. Settimo Torinese, 8 Kilometer östlich, lohnt für einen Halbtagsausflug wenn man das MAU, das Museo d'Arte Urbana, kombinieren möchte. San Mauro Torinese liegt ebenfalls 8 Kilometer entfernt am Po und ist per Auto in 15 bis 20 Minuten erreichbar – der Flussweg dort eignet sich gut für eine entspannte Radtour.

🗺️ Tagesausflüge – über 90 Minuten

Für einen vollen Tag bietet sich die Fahrt nach Aosta an, rund 100 Kilometer nordwestlich und per Autobahn in 75 bis 90 Minuten erreichbar. Das Aostatal zeigt römische Stadtstruktur, einen intakten Triumphbogen und die Kolosseumsreste mitten in der Altstadt. Wer lieber Weinland sieht, fährt ins Monferrato südlich von Turin – Asti liegt gut 60 Kilometer entfernt, die Fahrt dauert 50 bis 70 Minuten, und das Hügelland zwischen Castiglione d'Asti und Nizza Monferrato lässt sich an einem Tag gut strukturieren.

🚂 Per Zug

Borgaro Torinese selbst hat keinen eigenen Bahnhof. Der nächste ist Turin Stura oder Turin Rebaudengo, die per Bus erreichbar sind. Von Turin Porta Susa und Porta Nuova fahren Züge nach Aosta, Asti, Novara und Mailand. Ein Ticket Turin–Asti kostet zwischen 4 und 7 Euro, Turin–Mailand zwischen 10 und 20 Euro je nach Zugart. Für längere Städtetrips ist der Zug dem Auto klar vorzuziehen.

🚗 Mit Auto oder Roller

Der Parco La Mandria lässt sich zwar teilweise per Rad erkunden, die abgelegeneren Eingänge und Wege im Inneren des Parks sind jedoch ohne eigenes Fahrzeug kaum erreichbar. Gleiches gilt für Ausflüge ins Monferrato oder in die Weinstraßen des Piemonts. In Turin selbst gilt eine ZTL-Zone im historischen Zentrum – wer ins Zentrum fährt, sollte auf Parkhäuser am Stadtrand oder in Bahnhofsnähe ausweichen und dort öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

🔀 Strategische Kombinationsrouten

Route 1 – Barock und Wildpark in einem Tag

Morgens die Reggia di Venaria Reale besuchen, für die man mindestens drei Stunden einplanen sollte – die Spiegelgalerie und die Gartenanlagen sind weitläufig. Am frühen Nachmittag direkt in den angrenzenden Parco La Mandria wechseln, Eintritt separat, Fahrradverleih am Parkeingang möglich. Zum Abendessen zurück nach Borgaro oder nach Venaria ins Restaurant-Angebot rund um die Piazza della Repubblica.

Route 2 – Turin kompakt und Po-Ufer zum Ausklang

Vormittags mit dem Bus oder Auto nach Turin, Abstieg in der Altstadt rund um Piazza Castello und Palazzo Reale. Mittagessen in der Porta Palazzo-Gegend, dem größten Freiluftmarkt Italiens. Am Nachmittag weiter nach San Mauro Torinese, 8 Kilometer östlich, wo der Po-Uferweg für eine ruhige Abschlussrunde sorgt. Rückfahrt nach Borgaro dauert keine 20 Minuten.

✅ Do's & Don'ts

Wer die Reggia di Venaria Reale besucht, sollte Tickets unbedingt online vorbuchen – an Wochenenden und im Sommer entstehen sonst Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Den Parco La Mandria nicht unterschätzen: Das Gelände ist riesig, festes Schuhwerk ist keine Übertreibung. Wer mit dem Auto nach Turin fährt, vorher die aktuellen ZTL-Grenzen prüfen – diese gelten teils auch tagsüber im gesamten innerstädtischen Bereich und werden mit Kameras überwacht.