Shopping in Pomezia

Wer morgens in Pomezia einkauft, trägt abends Brot vom Bäcker, Gemüse vom Marktstand und vielleicht etwas vom Supermarkt nach Hause. Die Stadt versorgt sich selbst im Alltag gut – Lebensmittel, Drogerie, Apotheke, das läuft alles hier. Aber wer ein Paar Markenschuhe will oder einen Abend in einer richtigen Boutique verbringen möchte, der fährt nach Rom. Das weiß jeder in Pomezia, und die meisten haben das Auto ohnehin aufgewärmt.

Einkaufsstraßen

Die Hauptachse ist der Corso Garibaldi – breit genug für Autos, aber zwischen neun und zwölf Uhr gehört er den Fußgängern. Vor dem Tabacchi stehen die Männer mit dem Cappuccino, die Bäckerei daneben hat schon um acht die Fensterläden offen. Ältere Frauen schieben Trolleys, Mütter mit Kinderwagen stoppen kurz vor dem Gemüsehändler. Es ist keine elegante Straße, aber sie arbeitet – laut, lebendig, mit Motorrädern, die sich an den Autos vorbeischieben.

Luxus & Designer

Wer in Pomezia ein gutes Hemd sucht, findet lokale Läden – solide, aber keine Namen, die man aus dem Modemagazin kennt. Also fährt man nach Rom, meistens zur Via Condotti oder zum Einkaufszentrum Euroma2 im Süden der Stadt. Von Pomezia aus sind das vierzig bis fünfzig Minuten, wenn der Verkehr mitspielt. Was man dort bekommt: Auswahl, Beratung, Marken. Was man in Pomezia vermisst und in Rom findet – das Gefühl, wirklich etwas gesucht und gefunden zu haben.

Viertel & Boutiquen

Im älteren Teil von Pomezia, abseits des Corsos, gibt es kleine Läden, die keine Schilder brauchen, weil die Stammkundschaft sie kennt. Ein Haushaltsladen, der aussieht wie aus den Achtzigern und alles führt, was man für Küche und Bad je brauchen könnte. Eine Metzgerei, bei der man nicht fragt, was heute gut ist – man wartet, bis der Inhaber selbst anfängt zu reden. Besucher laufen daran vorbei. Einheimische biegen dort ein.

Märkte & Spezialitäten

Donnerstags und samstags gibt es auf dem Marktplatz in Pomezia einen Wochenmarkt. Die Gemüsehändler kommen früh, die besten Sachen sind um neun schon halb vergriffen. Tomaten, Zucchini, Auberginen – alles lose, alles frisch, und der Verkäufer packt selbst ein. Daneben Textilien, Haushaltswaren, Socken in Plastikfolie. Wer nur Gemüse will, ist in zwanzig Minuten fertig. Wer bleibt, hört Neuigkeiten, die im Stadtblatt nie stehen.

Einkaufszentren & Outlets

Einen Kühlschrank kauft man nicht in Pomezia – dafür fährt man zum Einkaufszentrum Euroma2 oder zu den großen Elektronikmärkten an der Via Pontina Richtung Rom. Das sind dreißig bis vierzig Minuten. Man plant das als halben Tag ein, nicht als kurzen Ausflug. Sportschuhe gibt es bei Decathlon am Stadtrand von Rom, und wer einmal dort ist, bleibt zwei Stunden. Für solche Fahrten packen die Leute aus Pomezia gerne mehrere Besorgungen zusammen.

Besonderheiten

Die Umgebung von Pomezia liegt auf dem Boden der alten Pontinischen Ebene, und das schmeckt man. Lokale Bauern verkaufen hier Käse und Olivenöl, das nicht im Supermarkt landet – man kauft es direkt, manchmal an der Straße, manchmal nach einem kurzen Telefonat. Büffelkäse kommt aus der nahen Provinz, und ein guter Ricotta aus der Gegend schlägt jeden aus dem Kühlregal. Das kauft man nicht im Laden. Man weiß einfach, wer ihn hat.